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Historie Lenneroute

Entstehung und Geschichte des Projektes Lenneroute
Die Idee zu diesem Projekt ist 1998 in der Initiative „Modellregion – Arbeit, Umwelt, Innovation - Märkischer Kreis“ entstanden.

Bekanntlich hatte sich damals der Märkische Kreis die Umsetzung eines nachhaltigen Agendaprozesses auf regionaler Ebene zum Ziel gesetzt.
In verschiedenen Handlungsfeldern wurde mit einer Vielzahl kompetenter Akteure nach Wegen gesucht, unter Beachtung ökonomischer, ökologischer sowie sozialer Belange eine zukunftsfähige Entwicklung zu unterstützen.
So wurden im Handlungsfeld „Verkehr“ Lösungsmöglichkeiten und Alternativen zum motorisierten Freizeitverkehr gesucht, denn bereits heute werden mehr als 50 % aller Autofahrten zu Freizeit- und Urlaubsfahrten unternommen. Mit steigender Tendenz.
So erklärt sich im Sinne der Nachhaltigkeit die Förderung des Fahrradtourismus, wenn es um die Stärkung des Tourismus in der sauerländischen Region geht.
Endsprechend wird auch die Idee eines zusammenhängenden Rad- und Wanderweges an der Lenne durch den Akteur der Stadt Plettenberg begründet, aus der das Projekt Lenneroute hervorgegangen ist.
Die Initiatoren/Akteure des Projektes Lenneroute - heute die Betreiber des Projektes
sind Vertreterinnen und Vertreter der Städte/Gemeinden Winterberg, Schmallenberg, Lennestadt, Finnentrop, Plettenberg, Werdohl, Altena, Nachrodt-Wiblingwerde, Iserlohn und Hagen,
der Kreise Hochsauerland, Olpe und Märkischer Kreis sowie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) im Sauerland.
Sie bilden gemeinsam den informellen Initiativkreis Lenneroute.

Die Lenneregion stellt aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft und ihrer spannenden historischen Entwicklung (Industrie, Schmieden, Wasserkraft usw.) ein sehr reizvolles - wenn auch topographisch anspruchsvolles - Radelgebiet dar. Nicht nur für die Radwanderer, welche am Fluss oder auch in Nebentälern das Sauerland genussvoll erradeln können, sondern auch für die sportlichen Biker und Bikerinnen bietet die Mittelgebirgslandschaft einen zusätzlichen „Kick“.

Die fahrradtouristische Erschließung einer Flusslandschaft in der sauerländischen Region ist zukunftsweisend in Richtung „sanfter Tourismus“. Sie stellt auch einen wichtigen Beitrag für den Umweltverbund (Bahn/Bus/Fahrrad) dar und bietet den Menschen z.b. des Ruhrgebietes oder der Niederlande – Gäste des Sauerlandes – über die dort vorhandenen Radfernwege eine gute Verbindung bis zum Hochsauerland.

Da das wirtschaftliche Potential des Fahrradtourismus in dieser Region, im Gegensatz zum Rheinland oder Ruhrgebiet, noch nicht erkannt bzw. gesehen wird, ist mit der fahrradtouristischen Erschließung der Lenneregion Neuland betreten worden.

Die mit der Erschließung einhergehende Erweiterung, Vernetzung und Verbesserung der Fahrradinfrastruktur wird für die gesamte Region von Vorteil sein und auch zu einer deutlichen Steigerung des Radverkehrsanteils am Gesamtverkehrsaufkommen beitragen.
Die Umsetzung erfolgt als Gemeinschaftsprojekt der 10 Städte und Gemeinden unter der Moderation des Märkischen Kreises in Kooperation mit dem Hochsauerlandkreis und dem Kreis Olpe.
Die Umsetzung ist noch nicht abgeschlossen.

Die Akteure haben vereinbart, die Projektidee fortzuführen und weiterzuentwickeln. Sie wollen die Flusslandschaft von Winterberg bis Hagen fahrradtouristisch so erschließen, dass nach dem Ausbau von Teilabschnitten des überregionalen Rad- und Wanderweges Lenneroute die wichtigsten Ausgangskomponenten für eine Radtouristikroute erfüllt werden:
- Touristisch wirksame Erlebnismöglichkeiten
- Wegeinfrastruktur
- Gastgewerbliche Infrastruktur
- Servicebereitschaft im Gastgewerbe
- Orientierung vor Ort
- An- und Abreisemöglichkeiten mit den ÖPNV

Der Routenverlauf wurde einvernehmlich festgelegt. Vorhandene Infrastruktur, Rad- und Wanderwege, sind aufgenommen bzw. weiterentwickelt worden.
Auf die Vernetzung mit vorhandenen Rad– und Wanderwegen wie z. B. der Fernwanderweg Rothaarsteig, die Bike Arena Sauerland, der Biggeseeradweg, der Ruhrtalradweg, der SauerlandRadring, der Sorpeseeradweg, ist besonderer Wert gelegt worden. Dabei ist die Umwandlung und der Bau von Rad- und Wanderwegen auf ehemaligen Bahntrassen zukunftsweisend und von besonderer Bedeutung.

Ein Signet (Logo) ist durch den Initiativkreis entwickelt worden. Die gesamte Wegweisung wurde im Rahmen der landesweiten einheitlichen Radwegweisung ausgeführt. Es entstanden für die Städte und Gemeinden keine Kosten.


Das Wasser der Lenne und ihrer Nebenflüsse war zirka 500 Jahre die wesentliche Energiequelle und somit der Motor für die Industrialisierung in diesem Tal.
Der Energiepfad, ein Themenbereich der Lenneroute, soll den Blick öffnen für die alte gewachsene Industriekultur.